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Ernährung

Speisemorcheln nicht mit Giftlorcheln verwechseln

Keine größeren
Mengen an Morcheln verzehren – Pilzberater geben Auskunft

Bereits in der Antike galten Morcheln als begehrte Speisepilze. Sie
besitzen einen angenehmen Geruch und einen aromatischen Geschmack,
besonders bei getrockneten Pilzen. Sie wachsen in hiesigen Regionen im
Frühjahr von April bis Mai, vorrangig in Auwäldern, aber auch in Parks
und Gärten. Der Hut ist rundlich–eiförmig und farblich sehr variabel von
gelblich über hellbraun bis graubraun. Die Hutoberfläche erscheint
unregelmäßig wabenartig gekammert, der Hut innen hohl. Der Stiel ist oft
etwas deformiert, weißlich, mitunter mit Längsfurchen und hohl.

Trotz richtig zubereiteter Speisemorcheln (Morchella esculenta), die
ausreichend lange erhitzt wurden, kann es nach dem Verzehr größerer
Mengen gelegentlich zu gastrointestinalen Symptomen wie Durchfall und
Erbrechen sowie oder auch zu rein neurologischen Symptomen wie Zittern,
Schwindel, Sehstörungen und Koordinationsstörungen kommen. Diese
Beschwerden klingen nach ungefähr zwölf bis 24 Stunden vollständig ab.
Speisemorcheln sollten deshalb nur in geringen Mengen als Beilage und
nicht als Hauptgericht verwendet werde, empfiehlt die Pilzberaterin der
Hanse- und Universitätsstadt Rostock Ria Bütow.

Bei der ebenfalls im Frühjahr vorkommenden Giftlorchel (Gyromitra
esculenta) weist der Hut eine auffallende hirnartig gewundene
fuchsigbraune bis rostbraune Oberfläche auf. Der Stiel, weißlich bis
rosa gefärbt, ist unregelmäßig mit dem Hut verwachsen. Sie enthält unter
anderem das Gift Gyrometrin, das schwere bis tödliche Vergiftungen
hervorrufen kann. Die Giftlorchel wächst in Laub- und Nadelwäldern,
vorwiegend bei Kiefern.
Um Verwechslungen zu vermeiden, sollten Pilzberaterinnen und –berater
zu Rate gezogen werden. Eine Liste aller Pilzberaterinnen und -berater
in Mecklenburg-Vorpommern ist im Internet unter:
www.lagus.mv-regierung.de/Gesundheit/Umwelthygiene_Umweltmedizin/Pilzberatung/
zu finden. Lagus
Bildrechte: Rita Bülow, Pilzberaterin der Hanse- und Universitätsstadt
Rostock

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